Professionelle kostenlose Video-Beratung.
Fast 20 Stunden pro Woche: So viel Zeit verbringen Internetnutzerinnen und -nutzer inzwischen durchschnittlich in sozialen Netzwerken und auf Videoplattformen. Das entspricht fast einem halben Vollzeitjob, Woche für Woche. Wer als Unternehmen heute noch glaubt, Social Media sei ein reines „Nice-to-have“ für die Markenbekanntheit, verpasst den Ort, an dem Kaufentscheidungen und Bewerbungen längst fallen.
Der neue Report Digital 2027 von We Are Social und Meltwater liefert die harten Zahlen zu dieser Entwicklung. Für Marketing-, Kommunikations- und HR-Verantwortliche zeigt die Studie vor allem eines: Die Aufmerksamkeit eurer Zielgruppe ist da, aber die Spielregeln für Reichweite, Suche und Content-Produktion haben sich durch Bewegtbild und Künstliche Intelligenz grundlegend verändert.
5,81 Milliarden Menschen: Social Media ist der digitale Marktplatz
Die Zeiten, in denen soziale Netzwerke nur ein Kanal für junge Zielgruppen waren, sind endgültig vorbei. Laut dem Report „Digital 2027“ nutzen weltweit rund 5,81 Milliarden Menschen soziale Netzwerke. Das sind knapp 70 Prozent der gesamten Weltbevölkerung. Allein innerhalb eines Jahres kamen 151 Millionen neue Nutzerinnen und Nutzer hinzu, was einem weiteren Wachstum von 2,7 Prozent entspricht.
Noch spannender für Unternehmen ist jedoch die Nutzungsintensität: Durchschnittlich 19 Stunden und 18 Minuten pro Woche verbringen Internetnutzerinnen und -nutzer in sozialen Medien und auf Videoplattformen: Ein Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Was das für euch bedeutet: Eure Kundinnen, Kunden und künftigen Mitarbeitenden sind längst dort. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr, ob eure Zielgruppe auf Social Media aktiv ist, sondern welche Inhalte sie dort von euch sieht oder ob sie stattdessen bei eurem Wettbewerb hängen bleibt.
Wo die Zeit wirklich verbracht wird: YouTube, Instagram und TikTok
Nicht jede Plattform erfüllt denselben Zweck. Ein genauer Blick auf die Nutzungsdauer im „Digital 2027“-Report zeigt eine klare Zweiteilung, die für eure Content-Planung entscheidend ist:
- Das größte Gesamtvolumen: Gemessen an der weltweit insgesamt verbrachten Zeit liegen YouTube, WhatsApp und Instagram ganz vorn. YouTube bleibt damit die unangefochtene Plattform für tiefgehende Inhalte, Erklärformate und langfristige Auffindbarkeit.
- Die höchste Intensität pro Kopf: Betrachtet man die Verweildauer pro aktivem Account, führt TikTok mit durchschnittlich 1 Stunde und 55 Minuten pro Tag das Feld an.
Warum Vertical Video (9:16) zum Standard wird
Fast zwei Stunden tägliche Verweildauer auf TikTok und die starke Position von Instagram und YouTube (inklusive Shorts) unterstreichen: Hochformat-Videos (9:16) sind das Leitmedium im Alltag. Nutzerinnen und Nutzer erwarten heute keine hochglanzpolierten Werbespots mehr, die wie Fremdkörper im Feed wirken.
Gefragt sind authentische Geschichten mit einem starken Einstieg (Hook) in den ersten Sekunden und echtem journalistischem Mehrwert. Wenn ihr komplexe Produkte erklärt, Einblicke hinter die Kulissen gebt oder Mitarbeitende zu Wort kommen lasst, entscheidet die Dramaturgie darüber, ob weitergescrollt oder zugeschaut wird.
Social Search: Warum die junge Zielgruppe auf Instagram oder TikTok statt bei Google sucht
Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Reports für euer nächstes Strategie-Meeting betrifft das Suchverhalten: 47 Prozent der 16- bis 24-Jährigen informieren sich bei Marken und möglichen Käufen vorrangig über soziale Netzwerke wie Instagram und TikTok.
Fast die Hälfte der jungen Generation nutzt Social Media also wie eine Suchmaschine. Und das gilt nicht nur für Konsumgüter, sondern genauso für die Jobsuche und das B2B-Umfeld, in das diese Generation gerade hineinwächst:
- Der erste Check vor dem Kauf oder der Bewerbung: Wer von eurem Unternehmen hört, prüft zuerst euren Instagram-, TikTok- oder LinkedIn-Kanal. Ein verwaistes Profil oder austauschbare Stockfotos wirken wie ein geschlossenes Ladenlokal.
- Bewegtbild schafft Vertrauen: Menschen kaufen von Menschen und bewerben sich bei Menschen. Ein ehrliches Recruiting-Video, ein Blick in den echten Arbeitsalltag oder ein prägnantes Erklärvideo beantworten Fragen oft in 60 Sekunden besser als jede Textwüste auf einer Unterseite.
- Auffindbarkeit in den Feeds: Eure Videos und Beiträge müssen genau die Fragen aufgreifen, die sich eure Zielgruppe stellt: klar formuliert in Titeln, Untertiteln und gesprochenem Text.
Der KI-Boom: 3,24 Milliarden Menschen nutzen generative KI monatlich
Neben Social Video prägt ein zweiter Megatrend den Report „Digital 2027“: der rasante Aufstieg generativer Künstlicher Intelligenz im Alltag. Schätzungsweise 3,24 Milliarden Menschen nutzen KI-Dienste inzwischen monatlich: ein massiver Anstieg um 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Während ChatGPT laut Report weiterhin Marktführer ist, hat sich bei der mobilen Gemini-App die Nutzerzahl innerhalb eines einzigen Jahres vervierfacht.
Was der KI-Alltag für eure Unternehmenskommunikation verändert
Wenn über drei Milliarden Menschen monatlich mit KI-Assistenten arbeiten und suchen, hat das zwei direkte Folgen für euer Marketing:
- Answer Engine Optimization (AEO) wird Pflicht: Nutzerinnen und Nutzer stellen KI-Systemen konkrete Fragen („Welcher Anbieter löst Problem X?“, „Worauf muss ich bei Y achten?“). Marken, die auf ihrer Website und in ihren Videos präzise, verlässliche und gut strukturierte Antworten liefern, werden von KI-Systemen als relevante Quelle erkannt.
- Echtheit wird zum stärksten Differenzierungsmerkmal: Je leichter sich beliebige Texte und generische Bilder per Knopfdruck erzeugen lassen, desto wertvoller wird das, was KI nicht kopieren kann: echte Gesichter aus eurem Unternehmen, glaubwürdige Kundenstimmen, reale Events und Geschichten, die auf den Punkt gebracht sind.
Fazit: Präsenz zeigen mit echten Geschichten und klarer Strategie
Die Zahlen aus dem „Digital 2027“-Report nehmen jeder Diskussion über den Sinn von Social Media und Video-Marketing den Wind aus den Segeln: Knapp 70 Prozent der Weltbevölkerung sind auf Social Media, die wöchentliche Nutzungsdauer steigt auf über 19 Stunden, und fast die Hälfte der jungen Zielgruppe nutzt soziale Netzwerke als erste Informationsquelle für Marken.
Gleichzeitig zeigt der KI-Boom mit 3,24 Milliarden monatlichen Nutzerinnen und Nutzern: Masse allein reicht nicht mehr. Wer in den Feeds von TikTok, Instagram, YouTube und LinkedIn herausstechen will, braucht Inhalte mit journalistischer Klarheit: professionell produziert, nahbar erzählt und exakt auf den Nutzen der Zielgruppe zugeschnitten.
Ihr möchtet eure Social-Media-Kanäle oder euer Recruiting mit Videos füllen, die wirklich gesehen werden? Ob Vertical-Video-Serie für TikTok und Instagram, überzeugender Imagefilm oder authentisches Recruiting-Video: Mit unserem Full-Service-Ansatz bringen wir eure Geschichte auf den Punkt. Lasst uns gemeinsam schauen, welches Format eure Ziele am besten voranbringt.
Vier zentrale Fragen – und was sie für euer Marketing bedeuten
Das hängt direkt von eurem Ziel ab: Wenn ihr erklärungsbedürftige Produkte habt oder langfristig über Suchanfragen gefunden werden wollt, führt an YouTube (Platz 1 beim weltweiten Zeitvolumen) kein Weg vorbei. Wollt ihr dagegen in kurzer Zeit hohe Aufmerksamkeit aufbauen oder junge Talente im Recruiting erreichen, liefern TikTok (knapp zwei Stunden tägliche Nutzung pro aktivem Account) und Instagram Reels die höchste Kontaktintensität.
Monatlich nutzen bereits 3,24 Milliarden Menschen generative KI-Dienste wie ChatGPT oder Gemini. Die Folge: Das Netz wird mit austauschbaren, künstlich generierten Texten und Bildern geflutet. Genau deshalb werden echte Menschen, reale Unternehmensgeschichten und journalistisch sauber produzierte Videos zum stärksten Unterscheidungsmerkmal. KI kann euch bei der Ideenfindung helfen. Vertrauen bei Kundinnen, Kunden und Bewerbenden entsteht aber durch echte Gesichter vor der Kamera.
Nutzerinnen und Nutzer entscheiden heute in den ersten zwei bis drei Sekunden, ob sie weiterscrollen. Eure Videos brauchen deshalb einen unmittelbaren Einstieg (Hook), der direkt ein konkretes Problem oder eine spannende Frage eurer Zielgruppe anspricht. Statt langer Vorreden oder werblicher Floskeln zählen eine klare Dramaturgie, Untertitel für die tonlose Nutzung und eine Geschichte, die auf den Punkt kommt.
Ja, mehr denn je. Wenn knapp 70 Prozent der Weltbevölkerung soziale Netzwerke nutzen und 47 Prozent der 16- bis 24-Jährigen sich dort vorrangig über Marken informieren, findet dort auch die Vorrecherche von jungen Fachkräften und künftigen B2B-Entscheiderinnen und -Entscheidern statt. Wer hier mit echten Einblicken in den Arbeitsalltag oder klaren Erklärvideos sichtbar ist, baut Vertrauen auf, lange bevor eine Bewerbung abgeschickt oder ein Erstgespräch vereinbart wird.